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Harald Naegeli

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Die Umgebung des Ateliers von Harald Naegeli in Düsseldorf trägt deutliche Spuren seines Schaffens: bizarre Gestalten tanzen an Häuserwänden und Mauern einen Reigen, der unverkennbar die Handschrift des „Sprayers von Zürich“ trägt. Was in den 70er Jahren als revolutionär und anarchische Tat gewertet wurde, die Naegeli eine Verurteilung wegen Sachbeschädigung einbrachte, ist heute - wenigstens in der Kunstwelt- ein anerkannter und geschätzter, künstlerischer Eingriff in unsere Alltagswelt, die sich deutlich abhebt von den bunten Äusserungen junger Graffiti-Künstlern.

Mit seiner Spraydose bezeichnet sich Harald Naegeli auch nicht als Maler, sondern als Zeichner. So ist die Zeichnung bis heute, neben der Collage sein bevorzugtes Medium. Seine abstrahierten Darstellungen von Mensch und Tier sind für ihn charakteristisch. Seit den 80er Jahren sind neben seiner Kunst im urbanen Raum ein bedeutendes, zeichnerisches Werk und druckgrafische Arbeiten entstanden.

Harald Naegeli wurde am 4. Dezember 1939 in Zürich geboren. Nach seinem Kunststudium an der Zürcher Kunstgewerbeschule schrieb er sich an der Ecole des Beaux-Arts in Paris ein, die er jedoch kaum besuchte. Währenddessen widmete er sich im Privatstudium Alten Meistern im Cabinet des Dessins du Louvre. Wieder zurück in Zürich entstanden seine ersten Collagen. Ab 1977 realisierte er erste Spraybilder in Zürich und im Tessin. Harald Naegeli äussert sich auch politisch; so reagierte er auf den Chemieunfall der Firma Sandoz in Basel mit einem Totentanz der Fische, wie auch zwischen 1986-89 in Venedig mit Sprayaktionen gegen Tierversuche.

Harald Naegelis Werk ist regelmässig in Museums- und Galerieausstellungen zu sehen. 2014 widmete ihm das Stadtmuseum Siegburg in Deutschland eine Ausstellung mit dem Titel: „Aus dem Punkt in die Linie zum Raum“. Ende 2016 dokumentierte eine Ausstellung im Stadthaus Düsseldorf Harald Naegelis Gesamtwerk. Sein Werk findet jedoch auch zunehmende Wertschätzung in der Schweiz und wurde in verschiedenen Galerien präsentiert.

Das berühmtestes Spraybild „Undine“, das der Künstler an der Fassade des Deutschen Seminars der Universität Zürich an der Schönberggasse 1978 angebracht hatte, wurde 2014 von der öffentlichen Hand restauriert.
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