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Annalis Wyss – Jegen

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Fenster in eine andere Wirklichkeit
Mit der Vernissage am Freitag 16. Februar 2018 zwischen 17 und 20 Uhr eröffnet die Künstlerin Annalis Wyss – Jegen ihre Ausstellung in der Galerie Milchhütte. Gezeigt wird eine grosse Anzahl von hochformatigen Bildern für deren Beschreibung Worte nicht ausreichen, die jedoch einen Blick in eine andere Wirklichkeit ermöglichen.

Es scheint, wie wenn bereits Annalis Wyss Geburtsort Soglio ihr einen ästhetischen Auftrag in die Wiege gelegt hätte. Es ist für die Künstlerin nicht belanglos, dass ihr Leben im Bergell, einer felsigen, von südlicher Sonne beschienen Schweizer Talschaft und zudem der Heimat von Alberto, Giovanni und Bruno Giacometti seinen Anfang genommen hat. Das Zeichnen und Gestalten war ihr immer ein grosses Bedürfnis. Zu ihrer künstlerischen Ausdrucksweise, der Collage gelangte sie jedoch als Autodidaktin.

In einer ersten Phase gaben Fotografien den Anstoss für neue Collagen, heute genügt ein kleinster Schnipsel, um darum herum ein Bild wachsen zu lassen. Dabei handelt es sich nicht um ein wildes Zusammenfügen von Bildfragmenten, sondern eher um ein sorgfältiges Transplantieren von Formen oder Strukturen, die in neuen Zusammenhängen die gewünschten, man könnte fast sagen, die ersehnten Farb – oder Strukturverläufe bilden. Gut über hundert Collagen sind über die Jahre entstanden, die ganz verschieden in Machart und Format sind. Verschieden sind sie auch in der Papierqualität und in der Behandlung mit Öl, Wasser oder Leim. Es wird auch nicht nur hinzugefügt, oft ist auch das Japanmesser im Einsatz, das Farbschichten sorgfältig abkratzt, bis der gewünschte Effekt eintritt.
Annalies Wyss spricht bei ihren Collagen von inneren Landschaften, von Seelenlandschaften. Bei den Beschreibungen ihrer Bilder spürt man eine intensive, persönliche Beziehung zu jedem einzelnen ihrer Werke. Jedes eröffnet eine eigene Wirklichkeit und Ästhetik und ist Zeuge einer intensiv erlebten Entstehungsgeschichte.

Die aktuelle Ausstellung in der Galerie Milchhütte eröffnet einen Einblick in ein ausserordentliches Werk. Die neuesten Bilder bezeichnet Annalis Wyss als Stelen, es handelt sich dabei um schmale, hohe Formate, die an Fenster oder Nischen erinnern und in ihrer filigranen Machart uns wie indische Miniaturmalereien fordern.
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